Bootje von den Kolonaten

Bootje im Alter von 19 Monaten

Bootje wurde am 10.12.2011 und am 11.12.2011 auf einer Rassehundeausstellung in Kassel ausgestellt. Eine große Herausforderung für Bootje, da sie bislang keinerlei Ausstellungserfahrung gesammelt hat.

Wir sind mit Bootjes Leistung und ihren Ausstellungsergebnissen mehr als zufrieden.

Unserer Meinung nach hat sie den Stress, den zwei Ausstellungstage in einer Größenordnung von 6500 ausgestellten Hunden und 20.000 Messebesuchern mit sich bringt, sehr gut gemeistert.

An beiden Ausstellungstagen erreichte Bootje als Ergebnis ein „Sehr Gut“, obwohl sie über keinerlei Ringerfahrung verfügt.

Mehrfach wurden wir von Messebesuchern auf unseren lieben und gelassenen Hund angesprochen, die dann natürlich auch Bootje streicheln durften. Gerne stand Bootje dann auch mal auf, um sich fotografieren zu lassen.

Am Sonntag ließ es sich eine „Freundin“ von Bootje nicht nehmen sie wiederzusehen und durch den Tag zu begleiten.
 
Am Vorabend waren wir mit Bootje auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel und sind mit einer Strassenbahn dorthin gefahren, eine Erfahrung, die Bootje bisher nicht kannte.

Bootje hat sich im Hotel, Straßenbahn, Stadtgetümmel, Restaurants und nicht zuletzt auf der Ausstellung ruhig, gelassen und freundlich präsentiert. Während der Wartezeit in der Ausstellungshalle hat sie brav auf ihrer Decke gelegen und sich das Treiben von Menschen und Hunden angesehen.

Es waren zwei aufregende Tage in Kassel, sowohl für Bootje, als auch für uns.

Riesenschnauzer Bootje 13 Monate
Messealltag in Kassel

Riesenschnauzer Bootje 19 Monate
Bootje und Dagny

Riesenschnauzer Bootje 19 Monate
Bootjes Freundin Jutta

Riesenschnauzer Bootje 19 Monate
Bootje entspannt vom
Trubel

Riesenschnauzer Bootje 19 Monate
Bootje im Ring, vorgeführt von Tamara Keller

Riesenschnauzer Bootje 19 Monate
Bootje im Ring, vorgeführt von Tamara Keller

Bootje im Alter von 15 Monaten

Bootje hatte in den ersten Tagen sehr großen Respekt vor den neuen Geschwistern, begleitet von einer großen Portion Neugierde. Sie bliebt immer im Türrahmen stehen und schob den langen Hals in das Welpenzimmer, der ganze Körper war in Anspannung und jederzeit für eine „Flucht“ gerüstet. Aber wer meine Bootje kennt, der weiß das dieser Zustand nicht all zu lange andauern konnte. Da die Tür zum Welpenzimmer immer offen steht und sie von Anfang an mitbekommen hat, dass alle ganz natürlich damit umgehen das dort eine Horde kleiner schwarzer Wesen quickt, hat auch Bootje sehr schnell den Weg zu den Welpen gefunden. Sie geht aber sehr vorsichtig an die Kiste heran, legt sich vor den Eingang und beobachtet die Kleinen. Sie steckt auch ihren Kopf in die Kiste und schnuppert, aber alles sehr bedacht und kontrolliert. Wenn ich am Morgen die Welpen wiege und das Welpenbett richte, habe ich großes Glück das ich dies ohne Bootjes Hilfe erledigen kann, da diese im Garten spielt. Aber bei der Abendpflege verhält es sich ganz anders, da ist Bootje meine „Assistentin“ und kontrolliert jeden meiner Handgriffe. Man muss schon über eine große Portion Geduld verfügen um diese „Mithilfe“ aushalten zu können, denn das ganze Abendpogramm verzögert sich dadurch enorm. Aber die Zeit nehme ich mir, auch weil ich es zu komisch finde Bootje bei dieser Idee „nichts geht ohne meine Hilfe“ beobachten zu können. Dann gehen „wir“ zur Welpenkiste und wecken einen kleinen Wiegekandidaten, den „wir“ dann wiegen und auch „wir“ tragen anschließend die Werte in unser Protokoll. Das ist natürlich übertrieben, da Bootje weder wiegen noch schreiben kann. Nicht übertrieben ist aber, dass Bootje jede dieser Handlungen begleitet und beobachtet und ehrlich gesagt auch sehr oft im Weg steht. Wenn wir dieses Schauspiel dann 10 Mal durchgespielt haben und alle in ihrem frischen Bettchen liegen, dann beginnt für Bootje die eigentliche Arbeit, auf die sie sich meiner Meinung nach den ganzen Tag freut. Sie darf in die Welpenkiste und ihre Geschwister putzen und zwar mit Erlaubnis von Fenna, die mit dieser Unterstützung mal wieder den Weg der bestmöglichen Entspannung für sich gefunden hat, schlau wie sie ist. Bootje übernimmt diese Aufgabe mit großer Gewissenhaftigkeit und Ausdauer, so dass ich mal behaupten möchte das unsere Welpen die reinlichsten weit und breit sind.


Bootje und ihre 10 Geschwister am 26.08.2011

Riesenschnauzer Bootje 13 Monate
Bootjes Baby

Bootje im Alter von 14 Monaten

Bootje entwickelt sich weiterhin prächtig und jeder Tag mit ihr bereitet uns Freude. Die letzten Tage seit Ferienbeginn waren sehr aufregend. Wir haben unsere Sommerferien mit einem Kurzurlaub in Norddeich begonnen. Bootje genießt diese Bade- und Spieltage am Strand und ist sichtlich glücklich mit so vielen anderen Hunden durch das Meer springen zu können.

Sie ist auch sehr beliebt bei anderen Hunden und genießt es, dass alle ihre Nähe suchen. Wenn ein Hund vielleicht mal nicht so interessiert an ihrer Person ist, ist das auch gar kein Problem für Bootje. Sie weiß wie sie sich Aufmerksamkeit verschafft und mischt sich einfach in die Spiele der anderen Hunde ein.

Ein mittelgroßer Mischling hatte große Freude am Stöckchen apportieren und Bootje hatte große Freude daran dem Hund fünf Meter vor seinem Herrchen den Stock abzunehmen und dem Mann „ganz feierlich“ die Beute zu überreichen. Der Mischling war über diesen Spielverlauf, den Bootje mehrfach wiederholte, sehr verwundert, Bootje aber sichtlich stolz.

Nach unseren Meertagen wurde es dann aber richtig aufregend für Bootje, denn es ging in den Serengeti-Park auf Safaritour. So viele Tiere zu beobachten war spannend für Bootje, die sich während der Fahrt „mucksmäuschenstill“ verhielt. Lachen mussten wir alle, als eine Giraffe an unserem Auto stand und versuchte durch das Schiebedach einen Blick in das Innere des Fahrzeugs zu werfen. Bootje studierte die langen Beine rauf und runter, konnte aus ihrer Position aber nicht mehr Körper oder Kopf entdecken und war verwirrt.

Im Freizeitpark verhielt Bootje sich ausgesprochen ruhig und vorbildlich und das war für mich die Bestätigung, das die vorangegangenen Tainingstage in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen von Bootje zu so viel Gelassenheit geführt haben. Menschenmassen, andere Hunde und laute Karussells stellen für Bootje keine große Herausforderung da.

Als wir vor der Wildwassersafari fast eine Stunde lang auf die Kinder warten mussten, haben Bootje und ich es uns unter einem Baum im Schatten gemütlich gemacht und entspannt. Viele vorbei laufende Zoobesucher haben uns beim „Chillen“ bestaunt und mit Stolz habe ich meine gut erzogene Bootje präsentiert.

Unsere Ferientage beginnen wir immer mit einem Ausflug frühmorgens zum Badesee. Am See sind Hunde nicht erlaubt, aber zu dieser frühen Tageszeit befinden sich außer uns keine anderen Badegäste, nur ein paar Enten. Und mit einer Entendame hat Bootje Freundschaft geschlossen.

Als wir vor ein paar Tagen ins Wasser gehen wollten kam eine Ente direkt auf uns, besser gesagt auf Bootje, zu geschwommen, laut schnatternd.Ich hatte die Vermutung, dass es sich um eine Mutter handelt die ihre Jungen schützen will und deshalb so viel Mut aufbrachte sich Bootje in den Weg zu stellen. Aus diesem Grund nahm ich Bootje aus dem Wasser. Aber genau das wollte die Ente nicht. Sie kam hinter uns her, flog über unsere Köpfe, landete vor uns im Wasser und zeigte so gar keine Angst. Bootje und ich waren gleichermaßen irritiert. Die Ente wollte mit Bootje spielen.

Wieder zu hause erzählte ich von unseren Erlebnissen und wurde doch sehr ungläubig angesehen. „Bootje hat eine Ente als Freundin, klar Mama.“

Aber mein Sohn erklärte sich bereit am nächsten Tag das Schauspiel zu filmen, falls es denn eine Wiederholung geben sollte.

Am See angekommen, schwammen alle Enten in die Mitte des Sees, so wie man es kennt und gewohnt ist. Aber eine bestimmte Ente tat es nicht, nämlich Bootjes Freundin. Als sie uns sah flog sie übers Wasser und landete vor Bootje. Das Unglaubliche wiederholte sich.

Ente und Bootje schwimmen zusammen durch das Wasser und erkunden alles ganz genau. Im Video ist zu sehen, dass Bootje öfter einen Richtungswechsel vornimmt,und Ente es ihr gleich macht. Ente hat nur Augen für Bootje. Im Video ist auch zu sehen, wie Bootje sich hinter einem Holzschuppen versteckt und Ente austrickst. Wir mussten die Luft anhalten um nicht durch unser Lachen dieses wunderbare Spiel zu unterbrechen.


Riesenschnauzer Bootje 13 Monate

Bootje hat eine neue Freundin am 12.07.2011
Bootje im Alter von 13 Monaten

Bootje beginnt ihre Ausbildung zum Therapiehund im Alter von 13 Monaten.

Lange habe ich nach einer Ausbildungsmöglichkeit für Bootje gesucht und das Internet rauf und runter studiert.
Dann endlich – es gibt eine Ausbildungsstätte ganz in dem Sinn wie ich sie mir vorgestellt habe und noch viel besser.

Erste vorsichtige Kontaktaufnahmen verliefen vielversprechend und nach weiteren Emailkontakten war schnell klar, wir reisen nach Dänemark um Frau Margarete Weiler auf ihrem Hof „Wikkegaard“ zu besuchen und kennenzulernen.

Frau Weiler nimmt uns herzlich in Empfang und bei einer Tasse Kaffee und sehr leckerem dänischen Kuchen besprechen wir den Ablauf der Ausbildung. Dann endlich wird Bootje in den Augenschein genommen.
„Was für ein hübscher Hund“, sagt Frau Weiler und hält  ihre Hund zum beschnüffeln entgegen.
Bootje wird auf den Trainingsplatz geführt, abgeleint und ihr Verhalten wird von Frau Weiler beobachtet. Dann erkundigt sich Frau Weiler nach dem Ausbildungsstand von Bootje und möchte erste Übungen wie „bleib“ von ihr sehen.

Frau Weiler sitzt auf einer Holzbank am Rand des Trainingsplatz, beobachtet mich und meine Vorgehensweise im Umgang mit Bootje und gibt mir erste Verbesserungsvorschläge, die umgesetzt auch sofort funktionieren.
Die süße Bootje, die sich im Hochstadium der Pubertät befindet, probiert auch hier ihre Grenzen aus. Der Aufforderung zu mir zu kommen geht sie zwar nach, setzt sich aber drei Meter vor mir ins Gras und kratzt sich am Ohr. Ich höre förmlich wie sie „sagt“: „Warte mal eben, ich komm gleich.“
Frau Weiler muss lachen und das erfreut Bootje, die sich derweil auf den Weg zu ihr macht und sich neben sie auf die Bank setzt und durch ihr Verhalten zeigt: ich mag dich.

Damit stimmen die Voraussetzungen auf allen Seiten und wir können mit der Ausbildung noch in diesem Urlaub beginnen.
 

Riesenschnauzer Bootje 13 Monate
Bootje im Alter von 12 Monaten

Unsere Bootje ist ein SONNENKIND, so wie ich es noch nicht erlebt habe!

Sie hat immer gute Laune und ist an allem und jedem interessiert.
Mit ihrem hübschen Aussehen und ihren wunderschönen braunen Augen, die sie geschickt einzusetzen weiß, wickelt sie jeden um den Finger. Dazu hat sie ein große Portion Witz und sehr viel Charme.
Bootje ist sehr sportlich, mutig und probierfreudig. Aus diesen Gründen mussten wir das Trampolin der Kinder abbauen, weil Bootje  „Trampolinspringen“ als ihren Sport entdeckt hatte.
Der wackelige Untergrund hat ihr  keine Sorgen bereitet, im Gegenteil, sie hatte sehr viel Spaß und wiederholte die Aktion noch ein paar mal.
Nachdem jedes Familienmitglied und auch die Oma Bootjes Springkünste begutachten durften und sich die Bäuche vor Lachen halten mussten, wurde das Trampolin aus Sicherheitsgründen erst mal abgebaut.

In der Schule ist Bootje zur Zeit die Angesagtere der beiden Riesenschnauzerdamen.
Kaum in der Schule angekommen, begrüßt Bootje erst mal ihre „Mannschaft“ und lässt sich „feiern“ wie ein Popstar.

Bootje ist ein „Gerbrauchshund“, aber mehr in dem Sinn , dass Bootje alles gebrauchen kann.
Im Abstellraum sortiert sie Kartoffeln, nach einem Prinzip das wir noch nicht verstanden haben. Den Garten dekoriert sie  nach ihren Vorstellungen . Da ist dann das „Vergissmeinnicht“ nicht mehr auf dem Gartentisch, sondern befindet sich in einer ganz anderen Ecke des Gartens. Aber noch heil, Bootje zerbeißt keine Pflanzen, sie dekoriert nur.
Werkzeuge sollten nicht nur zusammengeräumt sein, sie sollten auch in einer Höhe aufbewahrt werden, die für Bootje nicht zu erreichen ist. Fugenkratzer, Handfeger und kleine Gartenschaufel werden ansonsten von Bootje einen anderen Aufenthaltsort bekommen.

Lachen mussten wir, als Bootje den Gummihammer klauen wollte, den wir zum Pflastern der Terrasse brauchten, Drei Anläufe brauchte Bootje, bis sie bemerkte, dass die eine Seite sehr viel schwerer ist.
Die ersten „Klauversuche“ sahen zu komisch aus. Anpirschen, loslaufen und im Lauf den Hammer aufheben, fallen lassen, weiterlaufen ohne Hammer und verwirrt nach hinten schauen.

Bootjes ersten Geburtstag haben wir mit Putenfleischkeksen und einen Ausflug zum „Tier- und Märchenpark“ gefeiert.
Die Kekse waren das Geburtstagsgeschenk, der Ausflug war mehr als Training gedacht. Ein Tierpark bietet eine große Vielzahl an Reizen und Situationen, die wir gerne nutzen um mit Bootje zu trainieren .
Sie ist nach solch einem Ausflug, an dem sie mit den verschiedensten Tierarten auf „Tauchfühlung“ gegangen ist, viele ihrer Artgenossen getroffen hat und mindestens eine Stunde auf einem belebten Spielplatz verbringen „durfte“, immer ziemlich kaputt  und müde.

Der Spielplatz stellt für Bootje augenblicklich die größte Herausforderung dar, da sie in der Zeit kaum entspannen kann. Sie hat meine Kinder immer im Auge und kann Situationen nicht einschätzen, in denen die Kinder zum Beispiel Spaß auf einem Karussell erleben und laut lachen oder schreien.
Bootje kann zusehen wie 5 Kinder vor meiner Tochter mit der Seilbahn durch die Lüfte schweben. Wenn unsere „Kleine“ an der Reihe ist und laut schreit und grölt, will Bootje einschreiten und sie „retten“.
Bootje entwickelt dann eine Kraft, der ich nur schwer entgegen steuern kann. Mit zwei Sätzen waren wir, ich ungewollt, bei der Seilbahn. Meine Tochter wurde runtergeschubst und der „Feind“ ordentlich durchgeschüttelt. Eine eher peinliche Situation.

Den neu angelegten Rasen lässt Bootje in Ruhe. Aber sie hatte ja auch jeden Maulwurfgang freigelegt und  einen „Feind“ auf frischer Tat erwischt, der dann mit seinem Leben bezahlen musste. Die anderen sind dann freiwillig ausgezogen, nach so vielen Jahren und wir sind Bootje dafür dankbar.

Gestern entdeckten wir einen „Fuchsbau“ in unserem Gartenwall. Beim Betrachten und Bestaunen gesellten sich unsere Mädchen dazu und schnell war klar: Bootje hatte Bauleitung!

Die Höhle ist so groß, dass sie komplett darin Platz findet, so etwas habe ich noch nicht gesehen.

Ja, wir staunen und lachen jeden Tagen.

Missen möchte hier keiner unsere „Mädchen“ und alle haben den „Sonnenschein“ in ihr Herz geschlossen !


 
Riesenschnauzer Bootje 12 Monate
Riesenschnauzer Bootje 12 MonateRiesenschnauzer Bootje 12 Monate

Strandtag in Norddeich am 21.05.2011

Besuch von Arthur von den Kolonaten am 23.05.2011

Bootje hat die Bauleitung am 28.05.2011
Bootje im Alter von 9 Monaten

Bootje hätte keinen treffenderen Namen bekommen können, denn ihr Element ist das Wasser in all seinen Facetten.

Der viele Schnee im Dezember war für Bootje ein Hochgenuss. Selbst Schnee wird von unserem „U-Bootje“ durchtaucht.

Das Tauwetter bereitet unserer keinen Maus aber genau so große Freude. Die herrlichen Pfützen werden durchrannt und natürlich auch „durchtaucht“.

Bootje liebt es mit Anlauf in einer Pfütze zu „landen“. Dieses „Landen“ ist charakteristisch für Bootje und wurde von mir schon einmal beschrieben, denn Bootje „landet“ auch im Haus und kommt nicht normal durch die Terrassentür herein.

Bei der „Pfützenlandung“ hatte sie Wasser in die Nase bekommen und schnappte nach Luft. Das sah so komisch aus, dass ich das Filmen abbrechen musste.

Mit Bootjes Einzug in unserer Leben vergeht kein Tag an dem wir nicht alle mindestens einmal  herzlich über sie und ihre „Taten“ lachen müssen.
Und dieses Lachen versucht sie jetzt zu imitieren indem sie anfängt in diesen Situationen zu bellen und ihre weißen Zähne zu zeigen.

„Buddel-Bootje“ hat den Garten fest im Griff und wollte sich nicht mehr mit dem Sandkasten zufrieden geben. Und so zieren jetzt riesige Krater unseren Garten.
Wir alle nehmen das sehr gelassen, da wir durch Bootjes „Arbeit“ nun endlich keine Maulwürfe mehr haben und das nach 13 Jahren.

Bootje ist unermüdlich. Wenn Fenna nach einem langen Spaziergang endlich ihren Mittagsschlaf halten möchte, kommt sie noch längst nicht zur Ruhe.
Jede Mutter weiß wie sich das anfühlt, wenn man selbst total erschöpft ist und das Kind will und will nicht einschlafen. Diese Erfahrung macht unsere liebe Fenna auch gerade. Aber wie es eben Fennas Art ist, wird auch dieses einfach hingenommen.

„Bootje-Geschichten“ gehören mittlerweile zum festen Bestandteil am Montagmorgen im Erzählkreis mit meinen Schülern.
Die Kinder lieben diese Geschichten und schön ausgeschmückt erzählt, kann sich jeder Schüler ein Bild von Bootjes Taten machen und am Ende lachen alle über Bootjes Verrücktheiten.

 
U-Bootje im Schnee am 25.12.2010
Pfützenlandung am 15.01.2011
Mittagsschlaf am 17.01.2011



Bootje im Alter von 6 Monaten

Bootje entwickelt sich sehr positiv. Genau wie es vorhergesagt wurde macht sie keinerlei Schwierigkeiten bei der Erziehung. Sie ist neugierig und aufmerksam und freut sich über alles Neue was sie lernen darf.

Wenn ich mir ihre Erziehung von Anfang bis jetzt betrachte, stelle ich fest, dass der erste Meilensteine gelungen ist. Unser Ziel dieses Abschnittes war insbesondere der Beziehungsaufbau zueinander und dieser ist absolut gelungen.

Jetzt können wir die Leine etwas mehr lockern, oder besser gesagt, auch einfach mal weglassen. Eine Empfehlung unserer Hundeschule  war, den Junghund konsequent die ersten 6 Monate an der Leine zu führen. Es war nicht immer leicht, oft war ich versucht sie doch mal abzuleinen. Aber das Ergebnis hat mich überzeugt!

Als Belohnung für das Durchhaltevermögen stand ein Kurzurlaub in Holland auf dem Pogramm. Bootje durfte allein, ohne Mama mitreisen und am kilometerlangen Strand ihre Freiheit genießen und das hat sie auch.

Bis ihr der erste Hund entgegen kam und sie diesen und seine Spielaufforderungen ignorieren wollte. Der Hund ließ nicht locker und wurde immer forscher. Bootje suchte meinen Blick und auch die Animation, zu spielen, gelang erst nicht. Plötzlich wollte sie auf meinen Arm, was sie als Baby gern in Situationen versucht hat, die ihr nicht geheuer warn. Nun ist Bootje aber schon fast so groß wie Fenna und ich konnte mich gerade noch mit einem Sprung zur Seite retten. Ansonsten wäre ich mit dem Riesenschnauzerkind in die Knie gegangen, sicher zum Spaß der Strandspaziergänger.

Der Knoten platzte schon am ersten Tag und Bootje hat ausgiebig mit anderen Hunden gespielt und  alle freudig begrüßt. Aber beim ersten Pfiff oder Ruf, ist sie sofort zur Stelle. Ein schönes Gefühl!

Aber auch beim Städtebummel in den vielen verschiedenen Städten mit ihren vielen verschiedenen Situationen zeigte sich Bootje von ihrer ausgeglichen und besten Seite. Das Laufen an „lockerer Leine“ ist für sie mittlerweile kein Problem.  Zwischendurch überkommt es sie noch mal und sie steuert einen Menschen an, freudig wedelnd und so tuend, als ob sie einen Bekannten trifft. Wenn die Sympathie dann übergesprungen ist, ist Bootje noch sehr überschwänglich.

Bootje begleitet mich aktuell zweimal die Woche zum Unterricht an die Carlo Collodi Schule. Mal allein und ein anderes Mal zusammen mit Fenna. Auch hier zeigt sie sehr gute Tendenzen in die "Fußstapfen" oder Tatzen ihrer Mutter zu treten. Bei den Besuchen bleibt sie aber weiterhin angeleint, da ich ihre Reaktionen kontrollieren möchte und in die richtige Bahnen lenken möchte.

Bootje soll  zu keiner Zeit eine Überforderung erfahren. Ihr soll die  Arbeit Spaß und Freude bringen und ich möchte ihr Wege aufzeigen, sich aus Situationen, die Stress bedeuten sich zu entziehen.
Riesenschnauzer Bootje 6 Monate
Riesenschnauzer Bootje 6 MonateRiesenschnauzer Bootje 6 Monate
Riesenschnauzer Bootje 6 Monate
Riesenschnauzer Bootje 6 Monate
Bootje im Alter von 5 Monaten

Jetzt ist unsere Bootje schon fünf Monate alt und es gibt viel von ihr und ihren Taten zu berichten.

Bootje ist schon fast so groß wie ihre Mutter. Ein großes Riesenschnauzerkind mit Babygesicht und wunderschönen braunen Augen, die, richtig eingesetzt, jedes Herz zum Schmelzen bringen.

Es hat sich  im Laufe der Zeit herausgestellt, dass Mutter und Tochter nicht nur äußerlich wenig Übereinstimmungen haben, der Charakter und das Temperament der Beiden sind grundverschieden.

Was Mutter und Tochter auszeichnet, ist ihre freundliche und aufgeschlossene Art allem Neuen und Fremden gegenüber.

Bootje ist sehr an Menschen interessiert und Kinder liebt sie über alles.

Fremde Hunde werden akzeptiert, aber sie schenkt ihnen keine große Interesse, genau wie Fenna dies auch praktiziert.

Bootje ist ein „Frühaufsteher". Sie freut sich unbändig, wenn ich sie um 5.30 Uhr aus ihrem Schlafzimmer hole um sie in den Garten zu lassen. Der Weg führt uns durchs Wohnzimmer, in dem Fenna schläft und um diese Uhrzeit noch keine Störung erfahren möchte. Anstatt aufzustehen und uns zu begrüßen, zieht sich Fenna noch mal die Decke über den Kopf.

Bootje hingegen ist so froh darüber, dass die langweilige Nacht vorbei ist und nun ist „Aktion“ angesagt.

Sie erledigt ihr Geschäft und springt und tobt schon mal durch den Garten. Wenn sie Glück hat, trifft sie Freddy, unseren Kater, den sie dann schon mal herzlich und überschwänglich begrüßen kann.

Wenn ich rufe, kommt sie angerannt und muss mit einem gewaltigen Satz ins Wohnzimmer „fliegen“ und "landen". Ich habe noch kein Mal beobachtet, dass sie normal reinkommt.
Dann geht es auf dem direkten Weg in Fennas Körbchen und dort wird erst mal geschmust.

Zu einem richtig guten Spaziergang gehört für Bootje das Element „Wasser“ in allen Facetten. Wasser und Schlamm ist noch eine Steigerung. Bottje lässt bei einem Spaziergang keine Pfütze aus. Sie „durchrennt“ sie regelrecht, wobei der Kopf unter Wasser sein muss und das „Fahrwasser“ rechts und links am Kopf hochspritzt. In diesen Momenten bin ich mir sicher, dass Bootje (Boot)  den richtigen Namen bekommen hat. Auf einem Waldspaziergang mit meinen Schülern hat Bootje dieses Verhalten auch gezeigt und wurde liebevoll als „U-Bootje“ bezeichnet.

Fenna würde niemals freiwillig in eine Pfütze treten. Maximal aus ihr trinken würde sie und das auch nur in großer Not. Wenn es richtig doll regnet, bekomme ich Fenna nicht vor die Tür. Sie verlässt das Haus nur in Begleitung und dem Schutz eines Regenschirms. An solchen Tagen ist an einen gemeinsamen Spaziergang gar nicht zu denken.

Bootje außer Rand und Band, weil soviel Wasser vom Himmel fällt und Fenna, die sich so eng an mein Bein schmiegt, damit sie auch ja keinen Tropfen abbekommt.

Neulich hatten wir eine riesengroße, schwarze Kellerspinne im Haus. Als ich die Hunde auf diesen unliebsamen Gast aufmerksam mache, tritt Fenna erst mal zwei Schritte zurück und beobachtet aus sicherer Entfernung. Bootje hingegen glaubt an ein neues Spielzeug und tobt und spielt mit der Spinne, bis sie sie mit einem Haps verschluckt.

Ich denke nicht, dass Fenna Angst vor Spinnen hat; aber sie ekelt sich vor ihnen genauso wie vor den Mäusen, die Freddy mehrmals am Tag anschleppt, um sie dann vor Publikum zu verspeisen. Fenna kann dann so richtig angewidert gucken.

Der Kater, der sich immer so sicher sein konnte, dass ihm kein Schnauzer seine Beute streitig macht, wurde jetzt von Bootje eines Besseren belehrt. Sie zog dem Kater im Vorbeigehen die Maus aus der Schnauze und ging damit stiften. Die freche Bootje ließ sich nicht einfangen und guckte immer schadenfroh in die Nähe von Freddy. Die Maus hing ihr dabei wie eine graue Zunge aus dem Maul, was zudem sehr komisch aussah.

Bisher wies unserer Garten keinerlei Buddellöcher auf, was sich seit einigen Wochen jedoch geändert hat. Bootje liebt „Buddeln“. Damit unserer Garten nicht all zu sehr unter ihrer Leidenschaft leidet, haben wir im Welpengehege den ehemaligen Sandkasten der Kinder „aktiviert. Dort darf sie nach Herzenslust graben; von rechts nach links und umgekehrt. Bootje nimmt diese Alternative sehr gut an und so bleibt unserer Rasen verschont. Bei diesen wilden Grabeaktionen macht Fenna sich aus dem Staub und sonnt sich lieber oder schläft im Strandkorb.

Bootje ist ein „Clown“, der gerne im Mittelpunkt steht. Einmal hat sie sich in der Welpenstunde auf den Bauch gelegt und ihre Hinterläufe lang nach hinten gestreckt. Sie nimmt dabei die Anatomie eines Frosches an und robbt so vor sich hin. Wir nennen dieses Spiel, was sie täglich spielt „Bootje hat keine Beine mehr“  und jeder der das sieht muss herzlich lachen. Aber wir sind dabei es ihr abzugewöhnen. 

Bootje durfte schon ein paar mal mit zur Schule kommen und sie liebt die Atmosphäre auf Schulhof und im Unterricht sehr. Die Kinder freuen sich immer auf einen Besuch und rufen schon von weitem: “Baby-Bootje“ ist da.
Auch hier zeigt sie ihren Schalk, den sie ganz eindeutig hat. Während der Stillarbeitsphasen ist ihr langweilig oder es ist ihr einfach zu ruhig. Dann fängt sie an laute Gähngeräusche zu machen. Und die macht sie so lange, bis alle lachen.

Richtig ruhig wird es im Haus erst, wenn wir Bootje abends ins Bett gebracht haben. Dann bekommen Fenna und Freddy ihre Streicheleinheiten. Die Zwei wirken nach einem „Bootje-Tag“ auch immer richtig „erschossen“ und genießen ihren Feierabend.
Manchmal stecken sie die Köpfe zusammen und es würde mich nicht wundern, wenn sie sich gegenseitig zuflüstern „früher war es auch sehr schön, als wir noch alleine waren“.

Aber wirklich missen möchte hier keiner unseren "Wildfang" und schon gar nicht Fenna, die richtig im Spiel mit ihrer Tochter aufblüht.
Riesenschnauzer Bootje 5 Monate
Riesenschnauzer Bootje 5 Monate
Bootje im Alter von 3-9 Wochen

Erst hieß sie „Briska“ und war eine von drei süßen Hündinnen aus dem B-Wurf. Die Entscheidung, welche der kleinen Riesenschnauzerdamen bei uns bleiben soll, wurde im Alter von sechs Wochen getroffen. Jetzt ist der Name unserer kleinen Schönheit „Bootje von den Kolonaten“.

„Bootje“ kommt aus dem Niederländischen und heißt „Boot“. Und vielleicht wird „Bootje“ eines Tages das Boot sein, auf dem viele Kinder eine Art „Rettung“ erfahren werden. Bis dahin liegt noch ein weiter Weg vor uns, aber die Grundsteine dafür sind gelegt.

Im Alter von drei Wochen wurde bei allen sechs Welpen ein Test durchgeführt, der das angeborene Verhalten der Kleinen abruft. Dieser Test läßt Rückschlüsse darauf zu, welcher Hund  gute und beste Voraussetzungen mitbringt, um später als Therapiehund arbeiten zu können. Der Test wurde im Alter von sechs Wochen wiederholt und hier wurde das anerlernte Verhalten zusätzlich in den Fokus genommen.

Alle sechs Welpen haben mit einem guten Ergebnis bestanden und „Bootje“ hatte bei beiden Testungen ein hervorragendes Ergebnis erzielt.

Bis dahin war "Bootje“ aber auch die kleine Hündin, der mein Herz gehörte, weil sie ihrer Mama „Fenna“ optisch sehr ähnlich sieht und auch vergleichbar liebenswerte Charakterzüge aufweist. Somit war die Entscheidung nicht schwer.

„Bootje“ soll von Anfang an die beste Hundeschule durchlaufen. Und was liegt da näher, als sie nach den gleichen Prinzipien zu erziehen, die ich auch in meiner Arbeit mit den Kindern praktiziere: „Positive Verstärkung“.

Von „Positiver Verstärkung“ spricht man, wenn ein Verhalten in einer bestimmten Situation häufiger gezeigt wird, weil in der Vergangenheit dadurch angenehme Konsequenzen herbeigeführt, aufrechterhalten oder gesteigert werden konnten.

Es war schwer eine Hundeschule zu finden, die sich dieses Prinzip zu eigen gemacht hat. Aber wir haben sie gefunden und so werden wir im Alter von neun Wochen schon mit dem Training beginnen.

Ein zweiter Baustein in „Bootjes“ Erziehung ist mir sehr wichtig, das Thema „Bindung“. „Bootje soll zu mir eine Bindung aufbauen können, die über allem anderen steht. Denn nur so werde ich sie für ihre spätere Arbeit begeisten können.
Riesenschnauzer Bootje 9 Wochen
Riesenschnauzer Bootje 9 WochenRiesenschnauzer Bootje 9 Wochen