Unsere Fenna

Geboren wurde unsere Fenna am 25.04.2006 und war eins von insgesamt 10 Hundewelpen.

Im Juli 2006 lernten wir Fenna  kennen. Wir hatten damals mit unseren Kindern verabredet, dass ich zuerst allein zu den Welpen gehe und abwarte, welcher Hund „mich“ aussucht. Bei einem weiteren Besuch  war es wieder und wieder Fenna, die den Kontakt zu mir suchte und somit war die Entscheidung von Fennas Seite getroffen und ihre Wahl, so weiß man heute, war goldrichtig.

Fenna und ich konnten in unseren bisher 5 gemeinsamen Jahren ein Verhältnis zueinander aufbauen, das an Freundschaft und Wertschätzung auf beiden Seiten getragen wird.

Fenna liebt uns alle, aber zu mir hat sie eine ganz besondere Bindung aufgebaut. Dieser Beziehungsaufbau macht es mir möglich Fenna so gezielt in meine Arbeit einzubinden.   

Mit dem Umzug in unser Haus hatte Fenna von Anfang an überhaupt keine Probleme. Tagsüber spielte und schmuste sie mit den Kindern und in der Nacht schlief sie, ohne auch nur einmal zu „jaulen“. Dies ist übrigens eine Charaktereigenschaft von Fenna, die für sie bezeichnend ist. Fenna nimmt die Dinge so an, wie sie kommen, ganz problemlos.

„Dann ist das eben so“, stelle ich mir vor würde sie mehrmals am Tag sagen, wenn sie sprechen könnte. Egal ob sie stundenlang im „Friseursalon“ meiner Tochter sitzen muss und mit vielen Haarspangen verschönert wird oder im Sportgeschäft mitten im Gang einschläft, weil das Anprobieren der Laufschuhe länger dauert, oder weil Tochter Bootje unermüdlich an ihr zieht und zehrt...

Hier könnten wir eine Menge Anekdoten aufführen, die verständlich machen, dass auf Fenna der Ausspruch passt: „Sie ruht in sich selbst“.

Der Name „Fenna“ passt absolut zu ihr!

Fenna ist die niederdeutsch- niederländisch- friesische Kurzform von Namen die „FRIEDEN“ bedeuten.

Fenna ist ausgesprochen streichel- und schmusebedürftig. In einem Buch über Riesenschnauzer lasen wir vor vielen Jahren folgendes: "Bei Zeiten wird ihnen dieser sanfte Riese auf die Nerven gehen mit dem Einfordern ständiger Streicheleinheiten“.

Wir mussten über diese Zeilen schmunzeln und heute wissen wir, was damit gemeint ist!

Fenna lässt keine Gelegenheit aus, sich Streicheleinheiten einzuholen. Sie legt ihre Pfote auf den Schoß, steckt den Kopf unter dem Ellenbogen durch, stupst und buhlt.
Hat sie bei einem Familienmitglied keinen Erfolg, wechselt sie zum nächsten Familienmitglied. Besucher sind bei Fenna auch immer gern gesehene „Opfer“, weil sie in der Regel „länger durchhalten“.
Diese positive Eigenschaft von Besuchern hat Fenna sich “ hinter die Ohren“ geschrieben und so wird jeder und alles freudig, begrüßt.

Eine von Fenna gern gesehene Situation ist die wöchentlich  stattfindende Dienstbesprechung an meiner Schule im Gesamtteam von fast 30 Kollegen. „Welch ein Segen“, denkt sich unsere Fenna und wandert von einem zum nächsten um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen.

Gerecht wie Fenna nun mal ist, wechselt sie reih um und sucht Woche für Woche auch den einen Arbeitskollegen auf, der Hunde im allgemeinen nicht so sehr mag. Wenn Fenna ihn ansteuert, verschränkt dieser die Arme und hofft, dass „der Kelch“ an ihm vorbei geht.

Aber nicht mit Fenna, die angekommen am Zielobjekt erst mal ihren Kopf auf eins seiner Beine legt und ihm einen unglaublich und eigentlich auch unwiderstehlichem Blick zuwirft.“ Dieser Blick „ dauert so etwa eine Minute lang an und ich wette, dass Fenna bei sich denkt: Ich hab Zeit... eines Tages wirst auch du mich streicheln.

Wenn Fenna auch sonst durchaus ihre Streicheleinheiten sehr bestimmt einfordert, macht sie es in diesem Fall nicht. Sie spürt, dass sie in dieser Konstellation nicht aufdringlich sein darf.

Fenna ist im Haus absolut ruhig und bellt nur gelegentlich, wenn es an der Tür klingelt, was wir als sehr angenehm empfinden. Draußen im Garten bellt sie für ihr Leben gern, wenn Spaziergänger oder Radfahrer auftauchen, die sie nicht kennt. Und diese sind schwer beeindruckt von diesen stattlichen Riesenschnauzern.

Wir können gar nichts schlechtes über Fenna sagen oder hier berichten, außer vielleicht, dass sie über den oft beschrieben Dickkopf eines Riesenschnauzer verfügt.

Aber wir finden diese starke Charaktereigenschaft ebenfalls als eher positiv und lachen in vielen Augenblicken darüber.

Sie ist eben ein Mitglied der Familie!